Verantwortung
Ein Parfum für 420 Franken und ein Hilfsprojekt im selben Satz — das klingt zunächst nach schlechtem Gewissen. Deshalb hier die Zahlen, auch die kleinen.
Der Einwand zuerst
Weil es meistens Rechnung ist. Ein Prozent vom Preis, ein Siegel auf der Packung, und die Marke fühlt sich besser an, ohne dass sich etwas ändert.
M'OUD hat bisher rund zwanzig Flaschen verkauft. Was daraus an Wirkung entstanden ist, lässt sich an einer Hand abzählen. Wir schreiben es trotzdem hin — eine Marke, die ihre kleinen Zahlen nennt, hat nichts zu verbergen, wenn sie später grössere nennt.
Ein Flakon, ein Baum
Für jede verkaufte Flasche wird ein Baum gepflanzt. Die Bäume werden im Voraus gekauft, nicht im Nachhinein versprochen — hundert liegen als Guthaben bereit, und jeder Verkauf zieht einen davon ab.
Verschenkte Flaschen zählen nicht mit. Wir haben rund achtzig davon in Umlauf gebracht, an Presse und an Freunde des Hauses. Sie wurden nicht verkauft, also pflanzen sie nichts. Das ist strenger als nötig und der einzige Grund, warum die Zahl überhaupt etwas bedeutet.
Plastik gegen eine Mahlzeit
Ein gemeinnütziger Verein aus Zürich, gegründet 2018 von Khalil Radi und Jaffet Davila. Menschen in Nicaragua, Ghana und Indien tauschen gesammelten Plastikabfall gegen eine warme Mahlzeit. In der Region Rivas sind es zwanzig Plastikflaschen für ein Essen.
Das Plastik verschwindet damit nicht nur aus der Umgebung, sondern kommt zurück in den Kreislauf: In Nicaragua betreibt der Verein inzwischen zwei eigene Recyclinganlagen, in denen daraus neue Produkte entstehen. Die Revisionsstelle ist Ernst & Young.
Was uns daran überzeugt hat, ist nicht die Idee, sondern ihre Herkunft: In allen drei Ländern kamen Menschen vor Ort auf den Verein zu, nicht umgekehrt. In Mumbai war es ein Zwanzigjähriger, der über Instagram schrieb.
Was uns verbindet
Wir arbeiten mit einem Material, das zwanzig Jahre braucht und unter Artenschutz steht. Buy Food with Plastic arbeitet mit einem Material, das vierhundert Jahre bleibt und niemandem gehört. Beides sind Fragen der Herkunft, nur von entgegengesetzten Enden.
Wir stellen Oud Amal in der Galerie des Vereins aus. Ein Teil jedes dort ausgelösten Verkaufs geht direkt an die Projekte in Nicaragua, Ghana und Indien.
Was wir nicht tun
Der Flakon ist gekrimmt. Der Kragen wird unter Druck auf den Hals gepresst und ist nicht dafür gebaut, wieder abzugehen — das hält einen Extrait über Jahre dicht. Ein Refill bräuchte einen anderen Verschluss, und ein anderer Verschluss hiesse eine andere Flasche.
Also haben wir das andere getan. Die Flasche ist Glas und Zamac, 350 Gramm leer, gebaut zum Behalten statt zum Wegwerfen.
Die Zahlen, Stand heute
100
Bäume im Voraus gekauft
2024
Partner von One Tree Planted seit
2018
Buy Food with Plastic gegründet
3
Länder: Nicaragua, Ghana, Indien
Wir aktualisieren diese Seite, wenn sich die Zahlen ändern — auch dann, wenn sie langsamer wachsen als geplant.
Beides beginnt mit einem Verkauf. Ohne den bleibt es eine Absichtserklärung.
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